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Mannheimer Religionen gedenken der Corona-Verstorbenen

Die geistlichen Vertreter des "Forums der Religionen" setzen ein Zeichen des Trostes und der Mitmenschlichkeit: Juden, Christen, Muslime und Aleviten beten gemeinsam ein interreligiöses Gebet für alle Menschen in der Stadt. Zugleich ist dieses Gebet ein Zeichen für die starke Verbundenheit im "Forum der Religionen" selbst, denn es wurde interreligiös gemeinsam formuliert:

Wir preisen Dich, Ewiger, unser Gott, König aller Welten, Du gibst uns Trost und Heil.
Wir fürchten uns vor keinem Schrecken und keinem Toben.
In unserer Not rufen wir zu Dir. In unserer Trauer suchen wir Deine Gegenwart.
Verbirg Dein Antlitz nicht vor uns. Wende Dich uns zu und sei uns nahe.
Erbarme dich aller, die an Corona gestorben sind.
Erhöre unsere Gebete, die wir für sie sprechen, und berge sie auf ewig in deinem Schutz.
Sieh hin auf unsere Tränen und halte unseren Schmerz in Deiner Hand.
Denn das ist unser Trost im Elend: Deine Verheißungen spenden Leben.
Wir hoffen auf Dich, Ewiger, unser Gott, dass die Pandemie bald vertilgt wird,
und dass Du Frieden, Glück, Segen und Gunst allen Deinen Geschöpfen verleihst.
Amen.

Mit Blick auf das öffentliche Gedenken von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 18. April nehmen die Religionen in Mannheim alle Verstorbenen mit einem gemeinsamen Gebet in den Blick – unabhängig von der Glaubenszugehörigkeit der Toten und deren Angehörigen. Die Corona-Pandemie sei eine kollektive Katastrophe und erschüttere besonders diejenigen, die Tote zu beklagen haben, hieß es beim Foto-Termin an der Wasserturm-Anlage. Die Trauer um den Verlust eines geliebten Menschen, der Schmerz über ein einsames Sterben von Angehörigen und ein Begräbnis in kleinem Rahmen seien individuell und träfen zugleich die ganze Gesellschaft. 

Im Zeitraum vom 15. bis 18. April wird das Gebet in den Gottesdiensten der Aleviten (Donnerstag), der Muslime (Freitag), der Juden (Samstag) und der Christen (Sonntag) gesprochen. So verbinden sich die Religionen und Menschen mit dem Anliegen „Wir trauern gemeinsam“ in der ganzen Stadt und darüber hinaus. Ein Video mit dem von den Religionsvertretern gemeinsam gesprochene Gebet wird am 18. April auf den Homepages und über die Social-Media-Kanäle erlebbar sein Dazu haben Juden, Christen, Muslime und Aleviten einen Gebetsausschnitt in ihrem jeweiligen Gotteshaus gesprochen und gefilmt. Diese Sequenzen wurden zu einem gemeinsamen Gebet zusammengefasst.

Geistliche Vertreter „Forum der Religionen“ (v.l.n.r.): Kantor Amnon Seelig (Jüdische Gemeinde), Dekan Karl Jung (Kath. Kirche), Dekan Ralph Hartmann (Evang. Kirche), Imam und Religionsbeauftragter der Yavuz Sultan Selim Moschee Muhammet Güntay (Muslime) und Ana Zerno Antes (Aleviten). Foto: kathma.

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