Gnadengemeinde Mannheim

Evangelische
Gnadengemeinde
in Mannheim-Gartenstadt

Neuigkeiten

Zusammenwachsen der Kooperationsregion

Gemeinsame Ziele für Gartenstadt und Waldhof vereinbart

Mit dem gemeinsamen Gottesdienst an Buß- und Bettag endete die Konsultation in der Kooperationsregion Gartenstadt/Waldhof. In der letzten gemeinsamen Sitzung hatten die Ältestenkreise der drei Gemeinden Auferstehung, Waldhof/Luzenberg und Gnaden gemeinsam mit der Konsultationskommission eine Vereinbarung erarbeitet.

Zuvor hatte die Kommission festgestellt, dass in der Konsultation der Charakter der Region mit ihren drei selbstbewussten Gemeinden deutlich geworden sei. Jede Gemeinde habe ihre Geschichte und sei davon geprägt. Beim Blick auf die „kirchlichen Orte“ zeigten sich deutliche Unterschiede. Während Gnaden und Auferstehung klar an einem Ort konzentriert seien (mit Kirche, Kita und Gemeindehaus), verteilten sich in Waldhof/Luzenberg die kirchlichen Orte auf mehrere Standorte. Die Waldstraße sei geografisch eine klar trennende Schneise.

Konzeptionelle Entscheidungen seien aus verschiedenen Gründen bisher schwierig gewesen, stellte die Kommission fest. Unter anderem aufgrund der offenen Gebäudefragen, wegen der personellen Veränderungen durch die Kirchenwahlen und wegen der derzeit zum Teil nicht dauerhaft besetzten Pfarrstellen. Trotzdem stehe die Frage einer Fusion aller drei Gemeinden zu einer Pfarrgemeinde mit drei Predigtbezirken im Raum. „Die Fusion könnte die Arbeitsfelder, die sinnvollerweise aus einer gemeinsamen Perspektive gespielt werden, strukturell absichern und kräftezehrende Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen vermeiden, ohne dass dabei die Identität und Strahlkraft der kirchlichen Orte leidet“, heißt es in den grundsätzlichen Ausführungen der Kommission.

Hinsichtlich der Gebäudesituation sei die Lage sehr unterschiedlich: Für den Standort Auferstehungsgemeinde sei eine zukunftsfähige Lösung gefunden worden. Die Frage nach der Zukunft des Gemeindehauses der Gnadenkirche bedürfe hingegen einer langfristigen Lösung. Auf dem Waldhof seien die weit vorangeschrittenen Planungen wieder hinfällig geworden, weil erhebliche bauliche Mängel an der Pauluskirche festgestellt wurden, so dass neue Planungen nötig seien. Ein Gottesdienst-Ort auf dem Waldhof sei aber unverzichtbar, so die Kommission in ihren grundsätzlichen Ausführungen.

Nach eingehender Diskussion haben die drei Ältestenkreise gemeinsam mit der Kommission folgende Vereinbarungen getroffen:

Kurzfristig (das heißt bis 2021) soll es einen gemeinsamen Gemeindebrief und eine gemeinsamen Internetauftritt geben.

Eher langfristig (bis 2025) soll ein gemeinsames Gottesdienstkonzept erarbeitet werden, das an den drei Standorten unterschiedliche Profile und Gottesdienstzeiten zulässt. Ebenfalls ein langfristiges Ziel ist die Einrichtung eines Schwerpunkt-Pfarrbüros mit entsprechend guter Erreichbarkeit und zweier Außenstellen mit Sprechzeiten und Infrastruktur für die Ehrenamtlichen. Eine verbesserte Zusammenarbeit in einer Dienstgruppe soll den Pfarrstelleninhabern durch eine gut strukturierte und verlässliche Zusammenarbeit Freiheiten für Innovationen ermöglichen und Entlastung bringen.

Die Fusion der drei Gemeinden mit drei Predigtbezirken soll spätestens zum Ende der nun neu begonnenen Ältestenkreisperiode, also 2025, vereinbart werden. Ziel sei es, die Perspektive zu ändern: Aus der gemeinsamen Verantwortung heraus würden dann die Verantwortlichkeiten an die kirchlichen Orte delegiert. Eine verbindliche Zusammenarbeit der Hauptamtlichen sei unerlässlich, heißt es in der Vereinbarung weiter. Den Regionalausschuss sollten die Synodalen der Gemeinden und die Hauptamtlichen bilden. Er soll zwei- bis drei Mal im Jahr tagen.

Über den Stand der Dinge will sich der Stadtkirchenrat bei einem Zwischenbesuch 2022 informieren.

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